29. Punktspiel

Sonntag 16.06.2019 15:00Uhr

SSV Fortschritt Lichtenstein : SpVgg. Blau Weiß Chemnitz 1 : 2 (1:2)

Tore: 0:1 Adamczewski  (4.min.) / 1:1 Michel (22.min.) / 1:2 Lenz (24.min.)

Schiedsrichter: Steingräber, Stefan (VfB Annaberg)

  1. Assistent: Donner, Daniel / 2. Assistent: Renner, Thomas

Zuschauer: 100

Spielbericht:

Als in der 4. Minute der haushohe Favorit aus Lichtenstein in Führung ging, kamen durchaus Erinnerungen auf, an die bittere Niederlage des Hinspiels. Aber diesmal sollte die Begegnung überraschenderweise einen anderen Verlauf nehmen. Obwohl wir wieder mit einem Minikader angereist waren, und zu allem Überfluss auch noch Eric Trebeck kurz vor Spielbeginn mit heftigem Nasenbluten in der Kabine bleiben musste (dafür spielte Jan Pohlhaus, welcher schon am Vormittag ein Spiel in der Zweiten bestritten hatte – ,,Hut ab“), raffte sich unser Team zu einer eindrucksvollen Leistung auf. Wie schon erwähnt, erzielten die Hausherren zeitig das 1:0. Steven Riemer hatte auf der rechten Abwehrseite einen Zweikampf verloren, und die flache Eingabe seines Kontrahenten drückte Adamczewski ohne Mühe aus kurzer Entfernung über die Linie. Weitere Chancen ließen wir aber zunächst nicht zu, und so nach und nach konnten unsererseits auch offensiv Akzente gesetzt werden. In der 10. Minute ergab sich nach einem Foul an Ben eine gute Freistoßgelegenheit für unsere Farben. Leider hatte Norbert Klipphahn sein Visier nicht richtig eingestellt, denn er ballerte die Kugel hoch und weit am Tor vorbei. Aber dies ließ uns keinesfalls verzagen, denn immer wieder gelang es, Angriffe zu starten. Und dass wir durchaus in der Lage sind Tore zu machen, zeigte sich dann in der 22. Minute. Marco Lenz konnte sich auf Rechtsaußen durchsetzen und flanken. Nicolas Michel nahm die Kugel aus der Luft volley und nagelte sie aus gut 15 Metern in den Winkel. Ein Traumtor. Nur zwei Minuten später fanden sich beide Protagonisten des 1:1 erneut und waren erfolgreich. Diesmal allerdings war Michel der Vorbereiter und zirkelte einen Eckball von der linken Seite optimal herein. Lenz schraubte sich im Strafraum hoch und erzielte per Kopf das 1:2. Wie sich solche Erfolgserlebnisse auf die Psyche einer Mannschaft auswirken, sah man dann in der Folgezeit  bei unserem Team. Mit unbändigem Einsatz und taktischer Disziplin gestattete man dem Tabellensiebenten kaum Gelegenheiten, und konnte darüber hinaus immer wieder gute Konter fahren. Ein weiteres Tor gelang bis zur Pause allerdings nicht, und so ging man das erste Mal in der Saison mit einer Führung in die Kabine. Dass der Gegner keinesfalls glücklich war mit dem Spielstand, konnte man an der sehr lauten Ansprache des generischen Trainers hören. So erwarteten wir eine hoch motivierte Lichtensteiner Elf nach dem Wechsel. Es galt vor allem, nicht gleich nach dem Wiederanpfiff den Ausgleich zu kassieren. Dies gelang, und über Nicolas Michel lief sogar in der 49. Minute ein eigener verheißungsvoller Angriff. Dieser brachte aber nichts ein. So ab Mitte der zweiten Halbzeit erhöhten die Hausherren dann aber den Druck auf Schlesigers Gehäuse. Doch mit einem gut aufgelegten Keeper und sicher auch einer Portion Glück konnte man einen weiteren Gegentreffer verhindern. Als es in der 71. Minute dann aber Elfmeter für die Einheimischen gab, Pohlhaus hatte seinen Gegner im Strafraum gefoult, schien der Ausgleich fällig zu sein. Aber an diesem Tag schien bei den Gastgebern wirklich nicht viel zu gehen, denn der Schütze des Strafstoßes ballerte die Kugel vorbei. In der 84. Minute hätte  unsere Mannschaft dann bei einem der sehr selten gewordenen Konter sogar den ,,Deckel drauf“ machen können. David Hieckel flankte nach einem schönen Flügellauf mustergültig in den Strafraum. Ben kam frei zum Kopfball, setzte aber das Leder knapp am Tor vorbei. Die letzten Minuten waren dann nur noch Kampf. Aber jeder gab alles, und am Ende hatte sich unsere Mannschaft den Sieg durchaus verdient. Auch wenn es tabellarisch keinerlei Bedeutung hatte, so war der Erfolg doch unheimlich wichtig und zeigte zudem, dass die Moral der Mannschaft durchaus intakt ist.

Aufstellung:

Schlesiger / Klipphahn / Pfeifer / Riemer / Pohlhaus / Michel Lenz / Voitel / Hieckel / Eckert (ab 77.min Trebeck) / Ben (ab 89.min. Kretzschmar)