„Wenig Torgefahr und zu viele Fehler“
Heute waren wir am recht kühlen Sonntagvormittag beim Tabellenzweiten aus Klaffenbach zu Gast. Das uns hier mit dieser Mannschaft, welche noch ein gehöriges Wörtchen beim Thema Aufstieg mitreden möchte, eine schwere Aufgabe erwartet, war uns im Vorfeld eigentlich bewusst.
Wir gingen mit einer in vielen Teilen durchaus guten besetzten Mannschaft ins Spiel, wobei unser Trainer durch kurzfristige Absagen und taktische Veränderungen Umstellungen vorgenommen hatte.
Bereits wenige Sekunden nach dem Anpfiff wollte der Gastgeber zeigen, wer hier Herr im Haus ist und begann überfallartig uns unter Druck zu setzen.
Davon ließen wir uns aber nicht beeindrucken und hielten gut dagegen. Uns gelang es sogar, in den ersten 10 Minuten ein Übergewicht herzustellen und auch erste Abschlüsse auf das gegnerische Tor abzugeben, welche jedoch noch nicht gefährlich waren. Nach einer Ecke für uns konnte der Gegner schnell kontern und zeigte seine Qualitäten im Umschaltspiel, wodurch sich eine gefährliche Aktion für unser Gehäuse entwickelte. In den Folgeminuten entwickelte sich ein munteres Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, wobei wir in der 15. Minute Glück hatten, dass der Schiedsrichter nach einem Handspiel von J. Pohlhaus im Strafraum nicht auf Strafstoß entschied. Mitten in der von uns recht guten Druckphase entstand der erste individuelle Fehler in der 18. Minute: S. Yako spielt einen Pass zu kurz, so dass diesen der Gegner abfangen, allein auf unser Tor zulaufen und das 1:0 markieren konnte. Wir steckten jedoch nicht zurück und pressten weiter – so gab D. Bröcher einen sehr guten Schuss aufs gegnerische Tor ab, der jedoch knapp vorbei ging (29´). Der Gastgeber versuchte seinerseits fast immer mit langen Pässen aus der Defensive seine schnellen Offensivkräfte einzusetzen. Wir konnten oftmals noch gut mithalten, offenbarten aber immer wieder deutliche Defizite in der Schnelligkeit und der taktischen Cleverness. Auch das 2:0 entstand durch einen unnötigen Fehler: wir verloren im eigenen Angriff durch einen Fehlpass den Ball und unsere Abwehr konnten den schnellen Konter der Gäste nicht mehr unterbinden (33´). Bis zur Halbzeit zeigten wir dann Nerven und gaben die Spielkontrolle an den Gegner ab.
Uns gelang es aber, uns in der Kabine wieder zu fangen – mit guten Umstellungen und neuem Willen gingen wir wieder auf den Platz. Und das sah man sofort – wir waren wieder dominanter und versuchten nach unseren Möglichkeiten, Abschlüsse zu kreieren. Diese Drangphase hielt fast 30 Minuten an und der Anschlusstreffer lag in der Luft, jedoch dann kam das, was man „verkehrte Welt“ nennt: aus unserem Pressing heraus konnte der Gegner wieder einen Konter erfolgreich abschließen und wir lagen plötzlich 3:0 hinten. Nach dem Gegentor präsentierten wir uns dann umso schlechter – der noch wenige Minuten vorher gezeigte Willen war bei sehr vielen Spielern verschwunden und die Fehlerquote stieg umso mehr. Aus einem solchen Fehler entstand dann auch das abschließende 4:0, als ein Abstoß von R. Kurz den Mitspieler nicht fand, unsere Abwehrspieler ohne viel Gegenwehr ausgespielt und problemlos eingeschoben wurde.
Insgesamt kann man sagen, dass wir trotz des deutlichen Ergebnisses viele gute Ansätze unserer Mannschaft gesehen haben. Jedoch sollte nochmal jeder Spieler in sich gehen und überlegen, ob er an seiner Leistungsgrenze gespielt hat. Denn nur mit der vollen Einsatzbereitschaft können wir zukünftig auch wieder punkten.
