20.11.16 – 13. Spieltag: BW2 – USG 2: 0:2 (0:2)

„Dem Rückstand hinterhergelaufen“

Zum zweiten Spiel der zweiten Spielzeit empfingen wir heute die USG 2, gegen die wir unseren sehr schlechten Auftritt aus dem ersten Spiel vergessen machen wollten. Auf teilweise sehr tiefem Geläuf ging es bei perfekten Sonntagswetter gleich blitzartig in die Partie. Den Anpfiff verstanden leider nur unsere Gegner als Signal, dass die Partie begonnen hatte – wir hingegen war irgendwie überrascht. So dauerte es nur 30 Sekunden, als sich die anstoßende Gäste durch unsere Hälfte kombiniert hatten und die frühe Führung auf dem Fuß hatten, die nur durch eine Glanzparade von unserem (glücklicherweise hellwachen) Torwart R. Kurz verhindert werden konnte.

Wer jetzt dachte, dass wir dadurch wach gerüttelt wurden, irrte sich gewaltig, denn der Gegner presste weiter und wir standen noch völlig neben uns. So rollte bereits in der zweiten Minute wieder ein Angriff auf unser Tor, bei dem wir auf mehreren Positionen wieder schlecht aussahen, jedoch wurde dieser aus Sicht des Gegners positiv abgeschlossen und wir lagen schon (wieder) hinten. In den Folgeminuten erwachten wir so allmällig aus dem Tiefschlaf und begannen auch mal am Spielgeschehen teilzunehmen. Doch leider leisteten wir uns zu viele Fehler bei den Abspielen, so dass gefährliche Aktionen nach vorn noch Mangelware waren. Mit zunehmender Spielzeit merkte man, das der Wille der Mannschaft stieg, wodurch wir auch vereinzelte offensive Aktionen kreieren konnten. Doch dann kam nach nicht mal 20 Minuten der zweite Nackenschlag – nach einer Ecke bekamen wir erst den Zugriff auf den Gegenspieler nicht, so dass dieser aus kurzer Distanz abschließen konnte. Diesen Schuss konnte R. Kurz noch parieren, jedoch nicht festhalten, so dass der Abpraller erneut beim Gegner landete, welchen wir wieder nicht entscheidend am Schuss hindern konnten, so dass dieser dann den Weg ins Tor fand. Dieses Tor verunsicherte uns wieder so sehr, dass nicht mal 60 Sekunden nach Wiederanpfiff es hätte durchaus 3:0 stehen können, als der Gegner schon wieder brandgefährlich vor unserem Tor auftauchte, jedoch den Ball vorbeischoss. In den Folgeminuten waren wir wieder zaghaft bemüht, Spielanteile zu bekommen – und plötzlich wurde es mal gefährlich: ein getretener Freistoß von S. Haack aus dem Halbfeld erreichte R. Klaumünzer im Strafraum, der nicht lange fackelte und (leider nicht hart genug) aus kurzer Distanz abzog. Blöderweise hatten unsere Gäste auch einen guten Torwart in ihren Reihen, der den Schuss mit einer starken Parade noch am Tor vorbeilenken konnten. Die nächste Chance ließ nicht lange auf sich warten – D.Bröcher konnte sich über links gut durchsetzen, ging in den Strafraum und wollte den gut positionierten R. Klaumünzer anspielen – diese wurde aber bedrängt und konnte dadurch nicht gefährlich abschließen. Wenige Minuten das umgekehrte Spiel – bei einem Freistoß des Gegners hatten wir viel Glück, als der Ball nur die Latte traf. Die letzten Minuten vor der Pause hatten es nochmal in sich – weitere 5 Minuten später tauchte wieder ein schneller Gegenspieler allein vor unserem Tor auf, verzog aber zu unserem Glück über unser Gehäuse. Quasi im Gegenzug trat erneut S. Haack aus der eigenen Hälfte einen Freistoß weit in den Strafraum, der R. Zinke erreichte – dieser traf den Ball leider nicht richtig, so dass der Schuss am Tor vorbei ging. Nur 2 Minuten später konterte die USG wieder, den Abschluss konnte R. Kurz in höchster Not noch abwehren.

Den besseren Beginn der zweiten Hälfte erwischten wir und waren präsenter auf dem Platz, obwohl wir uns noch sehr viele individuelle Fehler leisteten. Jedoch konnten wir daraus keine gefährlichen Abschlüsse erspielen, so dass wir immer wieder in Konter des Gegners liefen: nach gespielten 10 Minuten kombinierte sich ein Gästespieler durch unsere Zentrale. Wir bekamen diesen Spieler nicht gestoppt, so dass er vor unserem Torwart allein auftauchte und diesen auch noch umkurvte. In dieser Situation hatte H. Böhme aber sehr gut aufgepasst und nach hinten gearbeitet, so dass er den Abschluss auf das leere Tor noch in letzter Sekunde abwehren konnte. In Verlauf der zweiten Halbzeit verflachte das Spiel zusehens – der Gegner war nicht mehr so bemüht, seine schnellen Angriffe vorzutragen, und wir konnten diese Zurückhaltung nicht in eigene Aktionen umsetzen. Vereinzelte Weitschüsse gaben wir noch auf den gegnerischen Kasten ab, jedoch wurde es dabei meist nicht gefährich genug, so dass die Niederlage nie ernsthaft in Gefahr war.

Letzendlich müssen wir konstatieren, dass wir erneut ohne Punkte (und das zweite Spiel in Folge auch ohne eigenen Treffer) dastehen und langsam mal den Hebel umlegen müssen.

Alle Infos zum Spiel findet ihr hier: